Über die ZiegenSchmiede
Entstehung der ZiegenSchmiede
Geboren am 21.April 1974, besuchte ich ab der 5. Klasse die Waldorfschule in Neuwied.
In der 10.Klasse absolvierte ich ein Schmiedepraktikum in der Klosterschmiede Maria Laach.
Davon bin ich nicht wieder losgekommen, auch wenn es noch einige Jahre gedauert hat, bis ich das Schmiedehandwerk zu meinem Beruf machte.
Nach dem Realaschulabschluss versuchte ich mich in verschiedenen Berufen, u.a. einer Ausbildung als Krankenpfleger.
Zur Ziege kam ich durch eine Anzeige in der TATZ. Daraufhin lebte ich einige Monate in Südfrankreich, wo ich viel über Ziegen lernte, auch das Melken und Käsen.
Wieder in Deutschland, betrieb ich lange Zeit Ziegenzucht in grösserem Stil und arbeitete mit den Tieren in der Landschaftspflege. Ausserdem machte ich diverse Praktika bei Gestaltenden Schmieden wie Balbach, Steines, Gradinger und Bullermann und absolvierte eine Ausbildung zum Metallbauer, die ich mit dem Gesellenbrief abschloss.
Parallel dazu fuhr ich bereits seit acht Jahren mit Ziegen und Schmiede zu Mittelaltermärkten.
Der Mttelaltervirus hatte mich schon mit acht Jahren gepackt, als meine Eltern mit mir ein Ritterturnier auf der Burg Satzvey besuchten...
Aufgrund weiterer Fortbildungen (u.a. vervollkommnete ich die Kunst ders Feuerschweissens, machte einen Schlachtlehrgang, lebte eine Zeitlang auf den britischen Inseln und lernte dort viel über keltische Bräuche) pausierte ich vier Jahre von den MA-Märkten.
2004 lernte ich Sabrina kennen, die die „FIRMA“ ZiegenSchmiede zu ersten Erfolgen führte.
Leider verstarb sie ganz unerwartet und viel zu jung schon 2005.
Doch ich habe weiter gemacht, und ihren Grabstein gestaltet.
Aus dieser Arbeit entwickelte sich das weitergehende Interesse für AutoCad, dessen Bedienung ich mir dabei aneignete und diese Fertigkeit weiter vervollkommnete.
Nun bin ich in der Lage, in der Zusammenarbeit mit der HWK Koblenz individuelle Objekte wie Grabelemente, Buchstaben, Haarschmuck, Gürtleschnallen, Kettenanhänger, Logos, Werbeschilder und vieles Weitere aus Edelstahl oder sonstigen Metallen zu entwerfen, in der HWK lasern zu lassen und dann mittels meinem ursprünglich gelernten Handwerk zu einzigartigen Produkten zu gestalten.
Mit diesen Techniken gelingt es, Moderne und althergebrachte Tradition in wunderbarer Weise zu verbinden.
2007 lernte ich dann Katja kennen. Mit ihr gelang es mir dann 2008, einen langgehegten Traum zu verwirklichen. Wir gründeten einen kleinen Bauernhof, teilweise mit alten und vom Aussterben bedrohten Haustierrassen.
Da ich auch Katja mit dem Mittelaltervirus infiziert habe, hat sich unser Konzept für die Märkte nun wesentlich geändert:
Die ZiegenSchmiede besteht nun nicht mehr nur aus Schmiede und Ziegen, sondern wir bringen einen mittelalterlichen Bauernhof mit Ziegen, Kühe, Gänse, Hühner, Kaninchen und wenn es geht auch Schweine.
Natürlich bleibt die Schmiede mit ihren Vorführungen, den Kalttreibearbeiten, der nächtlichen Feuerschweissshow weiterhin das Zentrum unserer Darstellung, aber wir versuchen mit dem aktiven Lagerleben (Kochen aud offener Feuerstelle von authentischen Gerichten ; Leben im Zelt, schauspielerischen Einlagen) und der täglichen Betreuung der Tiere einen grösseren Zusammenhang mittelalterlichen Lebens zu präsentieren; den engen Verbund von Arbeit und bäuerlichem Alltagsleben.
Das ist ein erheblicher Mehraufwand, sowohl finanziell als auch logistisch, und wir müssen in dieses Konzept auch erst reinwachsen, aber wir glauben und hoffen, mit dieser Form der Präsentation mittelalterlichen Lebens das Interesse von Publikum und Veranstaltern, „echtes“ Leben auf den Märkten hautnah zu erleben zu treffen und zu wecken.

